Das Krankenhaus-Dilemma

08.11.2020

Es gibt viele Krank­hei­ten, die man nicht behandeln muss, bei denen man nur ab­zu­war­ten braucht und der Körper regelt es schon von selbst. Andere wiederum, bei denen man nur eine ent­spre­chen­de Nahrung zu sich nehmen muss und auf Chemie komplett ver­zich­ten kann. In der Tat fällt mir kaum etwas ein, bei der Phar­ma­er­zeug­nis­se eine bessere Lösung sind als na­tür­li­che Ernährung und Zeit. Das Problem dabei ist aber, dass ein Kran­ken­haus es sich nicht leisten kann diesen Weg zu gehen.

Denn wenn ein Arzt bei­spiels­wei­se sagt, dass der Patient nur ein paar Tage warten muss und er wird wieder gesund sein, geht er das Risiko ein, dass ein super­sel­te­ner Fall eintritt, dass es doch nicht besser wird und er am Ende be­schul­digt wird, wieso er nichts getan hat und viel­leicht sogar mit einer Klage rechnen muss. Das Nichtstun und es dem Körper über­las­sen – also der ver­nünf­tigs­te Weg, da jeder weiß, dass eine Wunde von alleine heilt – ist der un­ver­nünf­tigs­te aus der Sicht des Kran­ken­hau­ses. Er MUSS etwas tun. Also handelt ein Kran­ken­haus immer in ihrem eigenen Interesse, nie im Interesse des Patienten. Ist der sinn­volls­te, na­tür­lichs­te und ne­ben­wir­kungs­arms­te Weg dem Körper Zeit zu geben, sich selbst zu reinigen, wird der Arzt sich trotzdem dafür ent­schei­den einem etwas zu geben und alle Ne­ben­wir­kun­gen in Kauf nehmen, nur um seinen eigenen Arsch im Sicheren zu wiegen. Denn selbst wenn die Lage des Patienten nicht besser wird, wenn er eine Be­hand­lung bekommt und er sogar zu­sätz­lich mit Ne­ben­wir­kun­gen kämpfen muss, kann der Arzt immer noch sagen, dass er we­nigs­tens alle Optionen aus­ge­schöpft und nicht nichts getan hat. Also tut der Arzt jede Be­hand­lung und jede Ver­schrei­bung nur für sich selbst.