Der versteckte Zweck von Filmen

04.10.2020

Ich habe schon seit längeren irgendwie den Spaß an Filmen verloren. Es ist nicht so, dass sie mich nicht un­ter­hal­ten, aber ich müsste mich schon über­win­den einen neuen zu schauen und während ich ihn gucke, fallen mir immer wieder Szenen auf, die ihn mir ruinieren. Es sind meistens Versuche den Zuschauer zu ma­ni­pu­lie­ren, z.B. in Form von po­li­ti­scher Pro­pa­gan­da.

Ob es nun Karate Tiger ist, der während des Kalten Krieges lief und in dem der böse und ge­füls­lo­se Ant­ago­nist aus Russland kommt oder eine Serie wie Narcos: Mexico, indem sich die Dro­gen­ba­ro­ne immer in die Hosen machen, wenn die Ame­ri­ka­ner hinter ihnen her sind und man jeden töten kann, aber bloß nicht einen DEA-Agenten, weil sonst gefriert die Hölle zu – wer soll das ernst nehmen? Generell versucht jeder Film die Message rü­b­re­zu­brin­gen, dass sich Kri­mi­na­li­tät auf keinen Fall lohnt und dient somit als Tool des Staates.

Das ergibt aber auch Sinn, wenn man sich die Anfänge vom modernen Film und Fernsehen anschaut. Ob es die Nazis waren, die es ganz of­fen­sicht­lich als Pro­pa­gan­da benutzt haben oder auch die Ame­ri­ka­ner, die u.a. mit Disneys die Ge­gen­pro­pa­gan­da gegen die Nazis gemacht haben, war es von Anfang an ein optimales Medium um in die Köpfe der Menschen zu gelangen. So dass bis heute Ge­heim­diens­te in Hollywood mit­mi­schen und die In­ter­es­sen des Staates durch­brin­gen. Je mehr Zeit vergeht, desto mehr zweifle ich an der ganzen Sache. Es geht sogar so weit, dass ich mich frage, ob es überhaupt so eine riesige Industrie wäre oder geworden wäre, wenn der Staat keine Ver­wen­dung für sie hätte... Ob Pro­pa­gan­da nicht der Haupt­zweck ist und Un­ter­hal­tung ein positiver Ne­ben­ef­fekt.