Die zwei Probleme mit Selbsthilfebüchern

21.07.2021

Zugegeben, es gibt si­cher­lich mehr als zwei Probleme mit Selbst­hil­fe­bü­chern, aber hier möchte ich mich auf die zwei Haupt­pro­ble­me fo­kus­sie­ren: (1) Sie sind oft Ver­kaufs­schla­ger. Alles Wissen, das der breiten Öf­fent­lich­keit bekannt ist und vor allem von ihr angewandt wird, kann nicht von Wert sein. Denn es verhält sich damit so ähnlich wie mit Ratgebern, welche Aktien man als nächstes kaufen sollte: selbst wenn es zum Zeitpunkt des Ver­fas­sens eine nützliche In­for­ma­ti­on war, nimmt sie stark an Wert ab, wenn zu viele Menschen davon erfahren. Ein besseres Indiz für wirklich wert­vol­les Wissen ist es eher, wenn das Buch nur von einem Ni­schen­ver­lag gedruckt wurde und kaum einer kennt oder wenn es sogar in vielen Ländern verboten ist. (2) Sie fo­kus­sie­ren sich meisten darauf einem Erfolg in einem Spe­ziel­ge­biet zu geben. Es gibt Bücher, die drehen sich nur darum, wie man mehr Geld verdient, andere wie man fitter wird, andere wie man mehr Erfolg mit Frauen hat usw. Aber diese Ein­tei­lung des Lebens in ver­schie­de­ne Bereiche ist nur eine Illusion – entweder man hat Erfolg oder nicht. Wenn man bspw. ein er­folg­rei­cher Athlet ist, hat man nicht nur sportlich/beruflich Erfolg, sondern hat auch einen hohen ge­sell­schaft­li­chen Status, Erfolg mit Frauen und Erfolg mit den Finanzen. So verhält es sich mit allem, die Teil­as­pek­te lassen sich nicht trennen.