Fast Food

31.07.2022

Die Tatsache, dass Fast Food eine negative Kon­no­ta­ti­on hat, weil man es mit un­ge­sun­dem Fraß aus Schnell­restrau­rants as­so­zi­iert, im­pli­ziert die Schluss­fol­ge­rung, dass Mahl­zei­ten, die längere Zu­be­rei­tungs­zei­ten bedürfen, demnach besser und gesünder sind. Dies könnte aber nicht weiter von der Realität entfernt sein. Denn je länger der Koch­pro­zess dauert, desto mehr entfernt man die Zutaten von ihrem na­tür­li­chen Zustand und desto fremder werden sie für unser Ver­dau­ungs­sys­tem.

In den meisten Fällen sind zu Hause zu­be­rei­te­te Mahl­zei­ten zwar gesünder, aber das liegt daran, dass sie von Grund auf gemacht werden, während in Schnell­re­stau­rants bereits fertige Kom­po­nen­ten verwendet werden. Zieht man den ganzen Prozess in Betracht, inklusive der Von-Grund-Auf-Zu­be­rei­tung der Kom­po­nen­ten an anderen Stand­or­ten, geht die Heim­mahl­zeit selbst­ver­ständ­lich schneller. Daher lässt sich die Dau­men­re­gel ableiten, dass je länger die Mahlzeit in Anspruch nimmt, desto mehr ent­frem­det man sie von ihrem na­tür­li­chen Zustand und desto un­ge­sün­der wird sie.

Dem­zu­fol­ge sollte der Begriff "Fast Food" ei­gent­lich etwas Gutes sein, denn es ist ein Synonym für "(möglichst) un­ver­ar­bei­tet". Für die heute gängig als Fast Food be­zeich­ne­ten Nah­rungs­mit­tel sollte nur noch aus­schließ­lich das Synonym Junk Food verwendet werden.

Es gibt selbst­ver­ständ­lich auch Nah­rungs­mit­tel, die in ihrem rohen Zustand un­ge­sün­der sind als ver­ar­bei­tet, aber das sollte man viel­leicht als Zeichen nehmen, dass sie nicht für den mensch­li­chen Verzehr gedacht sind.