Förderung von Kindern

21.06.2021

Wenn junge Leute besondere Talente zeigen oder in­tel­li­gen­ter sind als ihre Al­ters­ge­nos­sen, handhabt man das heute so, dass sie einige Klas­sen­stu­fen über­sprin­gen dürfen oder man Gelder be­reit­stellt, damit ihnen Zugang zu höherer Bildung gewährt wird. So sitzen diese Kinder dann mit jungen Er­wach­se­nen im gleichen Hörsaal und lernen den gleichen Stoff. Und das nennen die Lehrer dann Förderung. Doch es ist doch keine Förderung eines Talentes, wenn es auf Linie gebracht wird mit allen anderen. Man sagt dem Kind nur, dass es die gleichen Bücher lesen darf wie alle anderen, nur eben ein paar Jahre früher.

Wahre Förderung wäre genau das Gegenteil: nämlich dem Kind all die bereits eta­blier­te höhere Bildung vor­zu­ent­hal­ten und es mit Problemen zu kon­fron­tie­ren, die nach Mehr­heits­mei­nung bereits eine Antwort haben. Wahre Förderung wäre die fi­nan­zi­el­len Mittel dann dafür zu nutzen, um dem Kind all die Werkzeuge an die Hand zu geben, die es für die Lösung des Problems verlangt. Denn was ist, wenn eines der Säulen einer unserer Wis­sen­schaf­ten sich als Irrtum erweist? Was ist, wenn wir schon lange auf falschem Fundament gebaut haben? Wir werden es nicht her­aus­fin­den, wenn wir alle, ob jung oder alt, ob ta­len­tiert oder un­ta­len­tiert, den gleichen Pfad laufen lassen. Was wir brauchen sind junge Talente, die mit un­vor­ein­ge­nom­me­nem Kopf an fun­da­men­ta­le Fragen her­an­tre­ten.