Geist und Gesundheit

03.07.2021

Es scheint eine beliebte Vor­stel­lung bei vielen Menschen zu sein, dass die kör­per­li­che Ge­sund­heit zu einem er­heb­li­chen Teil von den eigenen Gedanken be­ein­flusst wird. Dass die Qualität der Le­bens­ein­stel­lung die Qualität des kör­per­li­chen Zustandes mit­be­stimmt. Immerhin haben Körper und Geist eine Ver­bin­dung und man kann durch em­pi­ri­sche Erhebung einen klaren Zu­sam­men­hang finden. Bei­spiels­wei­se könnte man eine Tabelle erstellen mit den beiden Spalten "Ge­sund­heits­zu­stand" und "Ge­dan­ken­ska­la". Dann befragt man 1.000 Leute und schreibt in die erste Spalte, ob und welche kör­per­li­chen Be­schwer­den die Personen haben und in der zweiten wie positiv die Gedanken sind von 1-10. Damit könnte man her­aus­fin­den, ob die beiden Punkte kor­re­lie­ren. Wenn sie es tun, wäre es für die meisten eine Be­stä­ti­gung ihrer Annahme.

Dieser Punkt zeugt ex­em­pla­risch auf, wie verquer Menschen denken, wenn es um ihren Körper geht. Sie be­trach­ten den Geist nicht wirklich als Teil ihres Körpers. Zwar reden sie von einer "Körper-Geist-Ver­bin­dung", aber eine Ver­bin­dung ist eine Ko­ope­ra­ti­on zweier ver­schie­de­ner Dinge. Wären sie ein und das selbe, würde es dieses Wort nicht geben, denn es redet ja auch niemand von der Körper-Herz-Ver­bin­dung.

Fakt ist: Gedanken sind ein Produkt des Gehirns; also eines Organs. Ist ein Organ gesund, wird es auf optimale Weise funk­tio­nie­ren und gesunde Resultate erzielen. Ist es krank, wird es kranke Resultate erzielen. Wenn du schlechte oder de­struk­ti­ve Gedanken hast, bedeutet es, dass du ein krankes Gehirn hast. Die Ursache ist rein phy­sio­lo­gi­scher Natur, nicht psy­cho­lo­gi­scher. Das heißt, wenn du schlechte Gedanken hast und krank bist, bist du nicht krank, weil du schlechte Gedanken hast, sondern du hast schlechte Gedanken, weil du krank bist.

Es gibt kein "Kör­per­li­che Ge­sund­heit oder Psy­cho­lo­gi­sche Ge­sund­heit", weil Psy­cho­lo­gie aus den Organen ent­springt. Es gibt ja auch kein "Kör­per­li­che Ge­sund­heit oder Le­ber­ge­sund­heit". Es gibt nur Ge­sund­heit. Entweder funk­tio­niert dein Or­ga­nis­mus wie es soll oder nicht. Wenn es das nicht tut, wird es sich in ir­gend­ei­ner Weise äußern; durch Haut­pro­ble­me, Au­gen­rin­ge, Haar­aus­fall oder … de­struk­ti­ve Gedanken. Deswegen wird man in der oben be­schrie­be­nen Tabelle womöglich einen Zu­sam­men­hang finden, aber die Kau­sa­li­tät existiert nur in der ent­ge­gen­ge­set­zen Richtung, als die Menschen denken.

Krankheit wird in Wahrheit durch drei Haupt­ur­sa­chen ausgelöst: schlechte Ernährung, Me­di­ka­men­te und schlechte Um­welt­ein­flüs­se. Wenn wir das nicht rea­li­sie­ren, werden wir Opfer einer einfachen Falle, die die Industrie uns gestellt hat. Denn wir kaufen dann jeden Tag in­dus­tri­ell ge­fer­ti­ges Essen, rennen immer zur Apotheke, sobald wir ir­gend­wel­che Be­schwer­den haben und sind der schlech­ten Luft und kon­stan­ter elek­tro­ma­gne­ti­scher Strahlung aus­ge­lie­fert. Wenn wir dann un­wei­ger­lich krank werden, ist das beste, was den großen Un­ter­neh­men, die uns überhaupt an diesen Punkt gebracht haben, passieren kann, dass wir gar nicht an die wahren Ursachen denken, sondern zu sehr be­schäf­tigt sind, unseren Geist dafür ver­ant­wort­lich zu machen.