Glücklichsein

29.10.2020

Jedes Jahr werden Rankings der glück­lichs­ten Länder der Welt gemacht und die Vor­der­plat­zier­ten werden als Ori­en­tie­rung genommen, um zu schauen was sie richtig oder anders machen. Dabei wird aber nicht un­ter­schie­den, ob es sich um wirk­li­ches Glück­lich­sein handelt oder um die Illusion des Glück­lich­seins. Denn glücklich kann man auf zwei Arten sein: entweder indem man alles hat, was man braucht oder indem man nicht weiß, dass man nicht alles hat, was man braucht.

Das wahre Fundament auf dem Glück aufbaut ist Freiheit, ist ein freies Leben. Viele in ent­wi­ckel­ten Ländern denken, dass sie diese Freiheit haben, besonders im Vergleich zu so­ge­nann­ten rück­stän­di­gen Ländern. Ob es wirklich stimmt, kann man mit einer einfachen Frage her­aus­fin­den: hast du etwas für diese Freiheit getan, hast du dich dafür ein­ge­setzt, sie zu erhalten? Wenn nein, dann hast du keine. So einfach ist das, Freiheit ist nichts, was dir jemand geben kann.

Kein Staat der Welt, kein Gesetz und keine In­sti­tu­ti­on kann dir ein freies Leben auf­drü­cken, wenn du im Kopf ein Ge­fan­ge­ner bist. Freiheit ist, wenn du all die genannten Dinge über­wun­den hast. Wenn dich kein Gesetz der Welt aufhalten kann das zu tun, was du für richtig hältst. Das bedeutet nicht, dass du Gesetze brechen solltest des Ge­set­ze­bre­chens willen, sondern dass Freiheit bedeutet, in einer Position zu sein, über Gesetze springen zu können, wenn sie einem gerade im Weg stehen.