Töten und essen

31.08.2021

Der ganz of­fen­sicht­lich verrückte vegane Youtuber Vegan Gains hatte schon de­söf­te­ren in der Ver­gan­gen­heit die Aussage gemacht, dass er es für sinnvoll erachte, karnivore Raubtiere wie Löwen und Tiger zu töten, da sie anderen Tieren schaden. Was auf dem ersten Blick wie ein Witz erscheint und auf dem zweiten Blick, wenn man rea­li­siert, dass er es ernst meint, man als das Hin­rge­spinst eines Ir­re­gegan­ge­nen abtun kann, ist doch eine logische Kon­se­quenz, wenn man bedenkt, was die Ursache dieser Haltung ist.

Für den Großteil der Mensch­heits­ge­schich­te war Fleisch das Haupt­nah­rungs­mit­tel. Zu essen hieß, dass ein Tier habe sterben müssen. Wenn man selbst oder jemand aus dem Stamm jagen war und mit einem Tier zurückkam, hieß es, dass man seinen Hunger stillen konnte. War man nicht er­folg­reich bei der Jagd, musste man hungern. Weit vor der Land­wirt­schaft und dem ex­zes­si­ven Gebrauch von Feuer gab es nicht viele andere Optionen.

Das Essen, was of­fen­sicht­lich ein mensch­li­cher Trieb ist, da wir es in­stink­tiv mit Überleben gleich­stel­len, konnte nicht vollzogen werden, ohne dass ein anderes Lebewesen dafür sterben musste. Essen war also synonym mit töten. Ist das Essen ein Trieb, so muss es das Töten auch sein, da sie mit­ein­an­der verwoben sind.

Veganer versuchen nun die Ver­bin­dung zwischen essen und töten auf­zu­lö­sen. Einigen mag das mehr oder weniger er­folg­reich gelingen, doch es geht wie gesagt nur um die Auflösung der Ver­bin­dung. Ve­ga­nis­mus kann lediglich nur versuchen die As­so­zia­ti­on von essen mit töten zu über­win­den, er kann aber weder den Instinkt zu essen, noch den Instinkt zu töten zerstören.

So hat Vegan Gains tief drinnen das Gefühl, dass ir­gend­et­was nicht richtig läuft, wenn kein Tier stirbt. Nur verbindet er dieses Gefühl nicht mit dem Trieb zu essen, weil seine vegane Phi­lo­so­phie diese aufgelöst hat. Um es aber ei­ni­ger­ma­ßen erklären zu können, bringt er Moral ins Spiel und meint, dass es eine bessere Welt wäre, wenn kein Tier ein anderes essen würde und das sei Recht­fer­ti­gung genug, um zu versuchen die Regeln der Natur zu über­schrei­ben. Jeder normale Mensch versteht natürlich wie absurd diese Aussage ist und das tut er selbst wahr­schein­lich auch, wenn er einen Moment ehrlich zu sich ist, aber er kann diese Haltung nicht aufgeben, denn die einzige andere Erklärung für dieses Gefühl in ihm ist, dass leben und töten mit­ein­an­der verkettet sind; und das würde sein ganzes veganes Kar­ten­haus zum Einsturz bringen.